Kastenbrot im Brotkasten aufbewahrt

Brot frisch halten und Zutaten richtig lagern

Brot verliert mit der Zeit an Wasser und wird trocken. Wie schnell das geht, bis dein Brot trocken wird, kann nicht verallgemeinert werden.

Grob kann man sagen, dass Weißbrote ein bis drei Tage, Weizenmischbrote zwei bis fünf Tage, Roggenmischbrote fünf bis sieben Tage und Roggenbrote sechs bis zehn Tage haltbar sind. Wie du Brot frisch halten und richtig lagern kannst:

Zum einen kannst du das Altern des Brotes bereits bei der Zubereitung beeinflussen:

  • Je mehr Wasser im Teig ist, desto länger dauert das Altern und somit das trocken werden des Brotes, klingt logisch, oder?
  • Dunkle, schalenreiche Mehle und Schrote wie Roggenvollkorn oder Roggenschrot verbessern die Verquellungsfähigkeit des Teiges. Damit sorgen sie für eine bessere Stärkeverkleisterung und bewirken so eine längere Frischhaltung.
  • Daneben kannst du durch weiche, kühle Teige oder Zusätze wie Buttermilch, Fette oder Restbrot die Stärkeverkleisterung verbessern. Gut verkleisterte Stärke hält die Brotkrume länger feucht.
  • Die Zugabe von Restbrot, also altes, trockenes, übrig gebliebenem Brot, zu deinem Teig verbessert nicht nur die Haltbarkeit des Brotes, sondern gibt ihm außerdem einen intensiveren Geschmack. Zugeben solltest du aber natürlich nur einwandfreies, getrocknetes Restbrot, das vor der Verwendung mit einer Mühle oder einem Rollholz zu einer Art Paniermehl verarbeitet worden ist. Weiche es dann für 2 bis 5 Stunden in warmem Wasser ein und gib es anschließend (bis zu 5 % der Gesamtmehlmenge) zu deinem Teig.
  • Eine schöne knusprig ausgebackene Kruste erhöht ebenfalls die Haltbarkeit eines Brotes

Zum anderen durch richtige Lagerung:

  • Brot sollte man an einem kühlen, sauberen Ort aufbewahren.
  • Brottöpfe oder Brotkästen haben sich dafür am besten bewährt
  • Brotbeutel halten das Brot zwar frisch, aber wesentlich kürzer als ein Brottopf
  • Sollte dein Brotbackautomat gerade mal nicht in Gebrauch sein, benutze den Automaten als Brotkasten und bewahre darin dein Brot auf.
  • Plastiktüten und -gefäße sind dagegen nicht perfekt geeignet; sie schließen das Brot von der Luftzirkulation ab und fördern die Schimmelbildung.
  • Ungeeignet ist auch der Kühlschrank, der dem Brot durch seine trockene Luft zu viel Feuchtigkeit entzieht.
  • Trocken, luftig und nicht zu warm, so mag es das Brot am liebsten.
  • Angeschnittenes Brot, am besten immer auf die Schnittfläche stellen

Bei längerer Aufbewahrung empfiehlt sich das: Einfrieren

In der Tiefkühltruhe hält sich Brot ein bis drei Monate lang.
Vor dem Einfrieren solltest du das Brot auskühlen lassen. Zur besseren Portionierung kannst du das Brot auch in Scheiben geschnitten einfrieren. Damit sie nicht aneinanderkleben, legst du einfach Frischhaltefolie zwischen die Scheiben.

Auftauen lässt sich das Brot am schonendsten bei Zimmertemperatur, anschließend kannst du es noch für ca. 10 Minuten bei 220 °C in den vorgeheizten Ofen legen – so wird es außen knusprig und bleibt innen feucht.

Tipp: Was du mit altem, harten, trockenem, aber ansonsten einwandfreies Brot alles machen kannst, zeige ich dir bei den Rezepten – Brotverwertung

Die richtige Aufbewahrung für Backzutaten

Jetzt bleibt nur noch eine Frage zu klären: Wie du die Backzutaten richtig aufbewahrst. Das kommt natürlich immer ein wenig darauf an, um was es sich handelt.

Regal mit gläser mit Zutaten gefüllt zur Aufbewahrung

Alle pulverartigen Zutaten packst du am besten in luftdichte, wiederverschließbare Aufbewahrungsboxen.

Butter, Milch, Eier und Co. hingegen gehört natürlich in den Kühlschrank.

Alles was in Tüten abgepackt ist, z. B. Rosinen oder Sonnenblumenkerne, können auch darin weiterhin aufbewahrt bleiben. Verschließe die Tüten einfach mit einem praktischen Verschluss-Clip oder mit einem Gummi, sodass keine fremden Gäste sich darin einnisten können.

Lagere das Mehl grundsätzlich an einem dunklen, kühlen und trocken Ort. Helle Mehle mit niedrigen Typenzahlen sind mehrere Monate haltbar. Je höher die Typenzahl, umso kürzer kann ein Mehl gelagert werden. Sobald Sie die Packung geöffnet ist, macht es auch Sinn, das Mehl in ein gut verschließbares Gefäß umzufüllen. Hierfür eignen sich unter anderem luftdichte Gefäße wie Metalldosen, Gläser mit Schraubdeckel oder Plastikbehälter. Auf diese Weise kannst du das Getreideprodukt vor Luftfeuchtigkeit, Keimen und Ungeziefer, wie Mehlwürmern oder Mehlmotten schützen.

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